Das deutsche Bildungsniveau sinkt

10. Oktober 2023

Ergebnisse der neuen Bildungsstudie

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) untersucht seit 2004 das Niveau deutscher Schülerinnen und Schüler. Kürzlich erschien der Bildungsmonitor 2023: Es wurde zum 20. Mal untersucht, „welchen Beitrag das jeweilige Bildungssystem leistet, um den Wohlstand zu sichern, Aufstiegsmöglichkeiten für den Einzelnen zu schaffen und Teilhabe zu gewährleisten“, so der  Studienbericht. Hierfür wurden alle einzelnen Bundesländer unter die Lupe genommen und die Bildung anhand verschiedener Indikatoren, wie beispielsweise Lernerfolg und Bildungsinfrastruktur, verglichen. Die Studie kam zu enttäuschenden Ergebnissen.

Absturz seit 10 Jahren

Deutsche Bildungsniveau sinkt

Betrachtet man den Zeitraum 2004 bis 2013 der letzten Berichte, nahm die Gesamtbewertung für Deutschland zu. Das blieb leider nicht so: Von 2013 bis jetzt, also in den letzten 10 Jahren, wurden jährlich Verschlechterungen festgestellt. Der Bildungsmonitor 2023 kommt zu dem Schluss, dass die Bildungsarmut in Deutschland zunimmt, die Qualität der Schulen sinkt und die Integration sich immer weiter verschlechtert.

Besonders trifft es Kinder mit Migrationshintergrund oder Kinder aus bildungsfernen Haushalten: Als einer der Gründe für diese schlechte Entwicklung wird aufgeführt, dass Kitas und Schulen noch keine Lösung für die immer „heterogener“ werdende Schülerschaft haben: Immer mehr Kinder sprechen zu Hause kein Deutsch oder besitzen wenige Bücher. Der Studienbericht stellt fest, dass die Qualität bei Ganztagsangeboten fehlt und es keine ausreichende gezielte Förderung gibt.

Vergleich der Bundesländer

Sachsen und Bayern liegen vorn: Sachsen hat zum 17. Mal den ersten Platz im Ranking ergattert, Bayern steht erneut auf Platz 2. Sachsen erzielt die geringste Bildungsarmut und Bestwerte bei der Schulqualität. Sächsische Schüler nutzen häufig Ganztagsangebote und sächsische Viertklässler erreichen bundesweit die besten Ergebnisse in Mathematik. Es gibt jedoch auch in Sachsen laut der Studie Verbesserungsbedarf: Vor allem bei den Betreuungsbedingungen ist noch Luft nach oben.
Bayern erreicht in den Handlungsfeldern Berufliche Bildung und Digitalisierung“ Platz 1 und erzielt bei der Vermeidung von Bildungsarmut und Schulqualität ebenfalls hohe Werte. Das Bundesland „hat aber bei dem Ausbau der Förderinfrastruktur trotz großer Fortschritte in den letzten Jahren weiterhin Potenziale“, schreiben die IW-Forscher.

Nach Sachsen und Bayern folgen im Ranking Thüringen, Hamburg, Baden-Württemberg und das Saarland. Besonders fällt auf, dass Baden-Württemberg im Ländervergleich die höchsten Verluste im Vergleich zu 2013 aufweist. Im Vergleich zum Vorjahr sinkt in Thüringen und Sachsen das Bildungsniveau – in Bayern steigt das Bildungsniveau „minimal“. Es folgen im Ranking: Niedersachsen, Hessen, Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen.

Die drei Bundesländer, die am schlechtesten abschneiden sind Brandenburg, Berlin und Bremen.
Brandenburg erzielt überdurchschnittliche Werte bei der Integration, hat aber erhebliche Defizite in den Bereichen Forschungsorientierung, Hochschule und MINT, Digitalisierung, berufliche Bildung und Zeiteffizienz.
In
Berlin besteht insbesondere bei der Bekämpfung von Bildungsarmut, der Schulqualität, der Integration und der beruflichen Bildung Verbesserungsbedarf.
Bremen zeichnet sich durch überdurchschnittlich hohes Betreuungspersonal aus, erreicht aber schlechte Werte in den Bereichen Ausgabenpriorisierung, Bekämpfung von Bildungsarmut, Schulqualität, Förderinfrastruktur und Integration.

Verliert Deutschland in der Bildungspolitik den Anschluss an die Weltspitze?

Internationale Vergleiche haben gezeigt, dass andere Länder beim Bildungserfolg eine bessere soziale Mobilität aufweisen. Laut Studienbericht ist in Deutschland „[i]n den kommenden Jahren […] mit weiter steigenden Herausforderungen zu rechnen.” Die IW-Forscher schreiben außerdem: „So führt die Transformation der Gesellschaft zu einer höheren ökonomischen und sozialen Verunsicherung.“

Wie kann es nun weitergehen? Im Bildungsmonitor sind abschließend Vorschläge zur Verbesserung der Lage zu finden. Gefordert wird unter anderem: Ausbau frühkindlicher Bildung, Stärkung der Schulautonomie, Verbesserung der Verwaltungsstrukturen, gezielte Investitionen zur Förderung von Schülern, Ausweitung des Lehrkräfteangebotes, digitale Weiterbildung und bessere Unterstützung für Eltern.

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